
Des Weiteren wurde das Abgeordnetenhaus des gesamtstaatlichen Parlaments gewählt. Hinzu kamen die Abstimmungen über die Mandatsverteilung in den Parlamenten der beiden Entitäten: die "Republika Srpska" und die "Föderation Bosnien und Herzegowina". Während die erste serbisch dominiert ist, überwiegt in der zweiten die bosniakische und kroatische Bevölkerung. In der Republika Srpska wurden zudem ein Präsident und zwei Stellvertreter gewählt. Ebenso neu besetzt wurden die Parlamente der zehn Föderations-Kantone. Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht gerechnet.
OSZE kritisierte Wahlkampf
Für den Wochenstart planen die Internationalen Wahlbeobachter der OSZE, in einer Pressekonferenz in Sarajewo von ihren Eindrücken zu berichten. Der offizielle Zwischenbericht zeichnete ein kritisches Bild des Wahlkampfes. Bemängelt wurden
der Druck auf abhängig Beschäftigte und die starke Fokussierung auf ethnische
Gemeinschaften. Die zentrale Wahlkommission der OSZE hatte
bereits Mitte September über 100.000 Euro an Strafen für missbräuchlichen
Wahlkampf verhängt.
der Druck auf abhängig Beschäftigte und die starke Fokussierung auf ethnische
Gemeinschaften. Die zentrale Wahlkommission der OSZE hatte
bereits Mitte September über 100.000 Euro an Strafen für missbräuchlichen
Wahlkampf verhängt.
Das komplizierte Staatsgebilde geht auf das Friedensabkommen von Dayton zurück, das den Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 beendete. Noch immer leidet das kleine Balkanland unter den Gegensätzen zwischen den Nationalparteien. Die Hälfte der Bevölkerung gehört zu den muslimischen Bosniaken, ein Drittel zu den orthodoxen Serben und 15 Prozent zu den katholischen Kroaten.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
