Wirtschaft
Bürgergeld-Reform spart offenbar bisher kein Geld

Die seit Juli geltende neue Grundsicherung entlastet den Bundeshaushalt offenbar bisher nicht.

    Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Infografik zur Reform vom Bürgergeld hin zu einer neuen Grundsicherung, aufgenommen vor dem verschwommenen Hintergrund eines roten Lichts.
    Mit der Reform des Bürgergeldes wurde offensichtlich kein Geld eingespart. (picture alliance / SNS / Steven Mohr)
    Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, lagen die Kosten für die Grundsicherung inklusive Mieten in den Monaten von Juli bis September auf dem Niveau der Vorjahresmonate. Das Blatt beruft sich auf eine Auswertung aus den Monatsberichten des Bundesfinanzministeriums. Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte, es sei nach drei Monaten noch zu früh, eine Bilanz zu ziehen. Es brauche Zeit, Menschen in Arbeit zu vermitteln. Im Wahlkampf hatte die Union versprochen, mit einer Reform des Bürgergelds Milliarden zu sparen.
    Die neue Grundsicherung verschärft vor allem die Sanktionen. Die Ausgaben dafür sinken unabhängig von der Reform seit Längerem leicht, weil mehr ukrainische Flüchtlinge arbeiten und weniger neue Flüchtlinge kommen.
    Diese Nachricht wurde am 23.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.