"Rheinische Post"
Bund und Länder wollen Einsatz von "Handy-Blitzern" ermöglichen

Das Bundesverkehrsministerium zeigt sich offen für einen Vorstoß der Bundesländer, sogenannte "Handy-Blitzer" bundesweit einzusetzen.

    Auf dem weißen Schild ist eine stilisierte Überwachungskamera abgebildet. Darunter steht "Überwachung Handyverbot 4 km".
    Rheinland-Pfalz, Mainz: Ein Schild an der Autobahn A60 weist auf den Einsatz eines neuartigen Systems zur Feststellung von Handyverstößen am Steuer hin. (Thomas Frey/dpa)
    Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums. "Handy-Blitzer"-Apparate kontrollieren von Autobahnbrücken aus, ob Fahrer am Steuer ein Handy benutzen. Bisher ist dies nur in Rheinland-Pfalz gesetzlich geregelt. Das Bundesland berichtet von überwiegend positiven Erfahrungen. Laut der Stellungnahme teilt Bundesverkehrsminister Bilger die Ansicht der Länder, dass moderne Überwachungstechnologien zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen können.
    Die Länder hatten den Bund aufgefordert, eine "technikoffene" und bundeseinheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen. Andernfalls drohe "eine zersplitterte Rechtslage". "Handy-Blitzer" erkennen Abmessungen, Form und Farben verschiedener Handy-Modelle sowie typische Körperhaltungen beim Telefonieren am Steuer. Wer am Steuer mit dem Handy erwischt wird, muss 100 Euro Bußgeld zahlen. Zudem wird ein Verstoß mit einem Punkt in Flensburg geahndet.
    Diese Nachricht wurde am 02.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.