Sicherheitsbedenken
Bund untersagt Verkauf von Logistikfirma Zippel an Chinesen

Die Bundesregierung hat den Verkauf des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco wegen Sicherheitsbedenken untersagt.

    Ein Passant verfolgt das Anlegemanöver des riesigen Containerschiffs "Cosco Shipping Virgo" der Reederei Cosco Shipping, während es im Hamburger Hafen von Schleppern an den Container-Terminal Tollerort gezogen wird.
    Bund untersagt Verkauf von Logistikfirma durch Chinesen (Marcus Brandt / dpa)
    Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums teilte nach einer Kabinettssitzung mit, der Erwerb hätte Abhängigkeiten vertieft und die Resilienz von Lieferketten Deutschlands und der Europäischen Union gefährdet. Das Bundeskartellamt hatte vor einiger Zeit entschieden, dass Cosco aus Wettbewerbssicht 80 Prozent der Zippel-Anteile übernehmen dürfe. Später wurde aber bekannt, dass der Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme hat. 
    Zippel transportiert Waren, die unter anderem an den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven ankommen. Die Reederei Cosco gehört zu den größten der Welt. Die Chinesen sind mit fast 25 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort beteiligt.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.