
Es liege in der gemeinsamen Verantwortung, sicherzustellen, dass diese Technologie der menschlichen Würde diene, betonte Wadephul. Dies sei besonders dringlich, da diese Technologien bereits die Grundlagen der Gesellschaften veränderten. Es müsse sichergestellt werden, dass der technologische Fortschritt von einem Rahmenwerk geleitet werde, an dessen Gestaltung alle mitwirkten. Wadephul sprach in Vertretung von Bundeskanzler Merz.
Lawrow: Krieg gegen Ukraine wird fortgesetzt
Zuvor hatte der russische Außenminister Lawrow vor der UNO-Vollversammlung gesprochen und den europäischen Ländern vorgeworfen, die Aussicht auf Frieden in der Ukraine zu vereiteln. Zugleich betonte er, Russland sei entschlossen, seine Ziele "egal wie" zu erreichen. Der Krieg gegen die Ukraine werde fortgesetzt, sagte Lawrow in seiner Rede in New York. Man werde die Bedrohung der russischen Sicherheit beseitigen. Zugleich kritisierte er den Westen und meinte, die europäischen Staaten täten alles, um eine friedliche Lösung zu verhindern. An dieser Lösung sei jedoch unter anderem die US-Regierung sehr interessiert. Der russische Außenminister warf dem Westen außerdem vor, der ukrainischen Regierung mit Waffen zu helfen.
Saudischer Außenminister geht auf Iran-Krieg ein
Anschließend sprach der saudische Außenminister bin Farhan vor der UNO-Vollversammlung. Er forderte, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus müsse gebührenfrei bleiben. Es dürfe keine Beschränkungen geben. Er bezog sich dabei auf die Zeit vor dem Iran-Krieg, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begann. Seither blockiert der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend. Bin Farhan betonte, es sei eine gemeinsame Verantwortung der Länder, die internationale Schifffahrt und weltweite Lieferketten zu schützen.
Wegen der Blockade steht Saudi-Arabien wirtschaftlich unter Druck, weil es Öl und Gas nicht mehr über diesen Seeweg an den Weltmarkt bringen kann. Über Pipelines kommen die Exporte zwar teils auch auf anderen Wegen aus der Region. Mit dem Vormarsch der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind aber auch saudische Exporte über die Meerenge Bab al-Mandab schwierig geworden.
Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
