
Theurer sagte im Deutschlandfunk, er sehe noch keine systemische Staatsschuldenkrise, aber die Risiken dafür hätten deutlich zugenommen. Die aktuellen Entwicklungen, etwa in Frankreich, zeigten, dass fiskalische und politische Unsicherheit die Staatsanleihenmärkte beeinträchtigen könnten.
Auch Deutschland sollte sich dringend Richtung Haushaltskonsolidierung bewegen, mahnte der Volkswirt. Finanzprobleme könne man nicht durch eine hohe Staatsverschuldung wegzaubern. Er rate nicht zu Panikreaktionen, aber Wachstumsförderung sei notwendig und Reformprogramme dahingehend erforderlich.
Zuletzt hatte auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Georgiewa, gefordert, weltweit mehr Haushaltsdisziplin und eine straffere Geldpolitik einzuhalten. Zugleich hatte die IWF-Chefin deutlich gemacht, dass sich viele Staaten an ein dauerhaft höheres Zinsniveau gewöhnen müssten und die bisherigen Rezepte zur Stabilisierung der öffentlichen Finanzen nicht mehr ausreichten.
Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
