
Sie sollen gelten, bis eine EU-weite Vereinbarung in Kraft tritt. Nach den Plänen des Bundesfamilienministeriums wären Plattformen wie TikTok, Snapchat oder Instagram für Kinder unter 13 Jahren grundsätzlich untersagt. Ausnahmen würde es für sogenannte "nachweislich kindgerechte Angebote" geben. Für 13- bis 18-Jährige sind abgestufte Beschränkungen vorgesehen. Das vom Kabinett verabschiedete Vorhaben entspricht Eckpunkten. Es ist noch kein konkreter Gesetzesentwurf, sondern eine Absichtserklärung. Somit ist noch offen, wann genau die Beschränkungen in Kraft treten sollen.
Viele Experten sehen Verbote kritisch. Sie heben unter anderem die digitale Mündigkeit und den sicheren Umgang mit Medien mit hervor. Das darf nach ihrer Ansicht nicht durch Verbote behindert, sondern muss durch Begleitung und Aufklärung erlernt werden. Zudem führen Verbote laut Experten oft dazu, dass Kinder auf unkontrollierte Plattformen ausweichen. Sie warnen, dass dann Probleme aus Angst vor Strafen vor ihren Eltern verheimlicht werden.
Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
