
Zudem warnte das deutsche Staatsoberhaupt, seit dem 7. Oktober sei auch in Deutschland antisemitische Hetze auf unerträgliche Weise aufgeflammt. Deutschland müsse sich weiter gegen Antisemitismus und für die Sicherheit Israels einsetzen und zugleich für die Würde und Selbstbestimmung der Palästinenser und die Perspektive auf ein friedliches Zusammenleben im Nahen Osten.
Am 7. Oktober 2023 hatten Terrorkommandos der Hamas rund 1.200 Menschen getötet, 251 wurden in den Gazastreifen verschleppt. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde im Gazastreifen beziffert die Zahl der Toten durch die israelischen Angriffe auf mehr als 74.000.
Von der Leyen und Merz betonen Solidarität mit Israel
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen teilte mit, die unbeschreibliche Grausamkeit und der Terror des 7. Oktober dürften sich niemals wiederholen. Bundeskanzler Merz sprach von "monströsen, barbarischen Taten".
Die Europäische Union wolle weiter dazu beitragen, dass aus dem derzeitigen fragilen Waffenstillstand ein dauerhafter Frieden auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung werde, so von der Leyen.
Die Europäische Union wolle weiter dazu beitragen, dass aus dem derzeitigen fragilen Waffenstillstand ein dauerhafter Frieden auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung werde, so von der Leyen.
Buzndeskanzler Merz betonte ebenfalls die Solidarität Deutschlands mit Israel. Das Land könne auf das deutsche Engagement zählen, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederhole. Zudem bekräftigte der Bundeskanzler, die Regierung werde Antisemitismus konsequent bekämpfen. Jüdinnen und Juden müssten in ganz Deutschland ohne Angst leben können. Man trete denen entgegen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellten.
Jüdische Gemeinden beklagen Antisemitismus
Vertreter des Judentums verwiesen angesichts von massiv gestiegenem Antisemitismus auf starke Einschränkungen im Alltag. Der Präsident der orthodoxen Europäischen Rabbinerkonferenz, Goldschmidt, betonte, Juden und Israelis seien weiterhin konkrete Ziele von Terror und Gewalt. Diese Gefahr präge den Alltag jüdischer Gemeinden in Europa. Goldschmidt führte aus, Synagogen und Schulen bräuchten massiven Schutz. Geld, das für Bildung, Jugendarbeit oder die Unterstützung älterer Menschen gebraucht würde, fließe in Sicherheitsdienste, Kameras und Schutzmaßnahmen.
Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
