Nach Krawallen
Bundesregierung blickt "sorgenvoll" auf Ausschreitungen in Frankreich

Das Auswärtige Amt hat sich besorgt über die Ausschreitungen in Frankreich geäußert.

    Frankreich, Marseille: Fußgänger gehen einen mit Trümmern übersäten Straßenabschnitt entlang.
    Nach gewaltsamen Protesten und Plünderungen ‌in Frankreich haben die Behörden begrenzte Ausgangssperren angeordnet. (Thibaud Moritz / AFP / dpa)
    Wie eine Sprecherin in Berlin mitteilte, wurden die Sicherheitshinweise für das Land geändert. Reisende sollten sich etwa von Demonstrationen fernhalten, hieß es.
    Frankreichs Premierminister Lecornu kündigte lokal und zeitlich begrenzte Ausgangssperren an. Er habe den Präfekten der Départements entsprechende Anweisungen erteilt, um weitere Ausschreitungen und Plünderungen zu verhindern. In der Stadt Marseille sind etwa öffentliche Versammlungen bis heute Abend um 20 Uhr untersagt.
    In mehreren Städten Frankreichs war es ‌am Wochenende zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten ​und der Polizei gekommen. Diese setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. ‌Landesweit wurden bei den Protesten unter anderem ⁠gegen hohe Lebenshaltungskosten ⁠mehr als 2.000 Menschen festgenommen. Mehr als 600 Beamte erlitten Verletzungen.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.