Kriminalität
Bundesregierung will Opfer häuslicher Gewalt besserstellen

Opfer von häuslicher Gewalt sollen sich nach dem Willen der Bundesregierung leichter aus gemeinsamen Mietverträgen mit den jeweiligen Tätern lösen können.

    Gestelltes Bild zum Thema häusliche Gewalt - Schatten symbolisieren, wie eine Person sich vor der Gewalt einer anderen schützt.
    Häusliche Gewalt: Die Dunkelziffer ist enorm hoch. Nun soll ein neues Gesetz die Opfer besser schützen. (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
    Das sieht ein Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Hubig vor, über den die Funke-Mediengruppe berichtet. Der Weg in ein selbstbestimmtes und sicheres Leben solle so einfacher werden, sagte die SPD-Politikerin. Außerdem sollen die Opfer, es sind ganz überwiegend Frauen, auch vom Täter verlangen können, dass dieser grundsätzlich für Miete und Nebenkosten aufkommt, die nach dem Auszug der Frauen entstehen.
    Laut Polizeilicher Kriminalstatistik waren im Jahr 2024 fast 266.000 Menschen von häuslicher Gewalt betroffen – 70 Prozent waren Frauen und Mädchen. Die tatsächlichen Zahlen dürften laut Justizministerium deutlich höher liegen, da viele Taten nie angezeigt werden.
    Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.