Kabinettsbeschluss
Bundesregierung will Sicherheitsüberprüfungen in kritischen Bereichen verschärfen

Der Bund will die Sicherheitsüberprüfung von Beschäftigten in wichtigen Betrieben ausweiten.

    Berlin: Lars Klingbeil (4.v.l, SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, und Bundeskanzler Friedrich Merz (5.v.l., CDU) nehmen gemeinsam mit den Ministern des Bundeskabinetts an der Sitzung im Bundeskanzleramt teil.
    Bundeskabinett (Archivfoto) (Kay Nietfeld / dpa)
    Das Kabinett beschloss zwei Entwürfe des Innenministeriums, durch die das Risiko von Sabotageaktionen mit extremistischem Hintergrund oder im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes reduziert werden soll. Ziel ist es, Einrichtungen wie die Bahn, Wasserwerke oder Talsperren stärker als bisher zu schützen. Die Bundesregierung begründet die geplante Neuregelung mit der gestiegenen Gefahr durch Angriffe unterhalb der Schwelle eines Krieges, etwa durch Sabotage oder Spionage. Besonders im Fokus ist die hybride Bedrohung durch Russland.
    Das Bundeskabinett brachte zudem die Verlängerung von Einsätzen der Bundeswehr im Mittelmeer im Rahmen internationaler Missionen auf den Weg. Dabei geht es um die Beteiligung an der EU-Marinemission "Irini" gegen illegalen Waffenhandel und Schleuserkriminalität sowie an der NATO-Mission "Sea Guardian" gegen Terrorismus. Mit der Vorlage befasst sich nun der Bundestag.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.