Geplante Demonstrationen
Bundesregierung würdigt vor Jugendprotesten Distanzierung von Gewalt

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es bei den für Samstag angekündigten Jugendprotesten zu Ausschreitungen wie in Frankreich kommt.

    Vor dem Eingang des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin wurden mehrere Transparente aufgehängt.
    Die Proteste an den Universitäten stehen in Zusammenhang mit dem bevorstehenden Aktionstag "Gen Z regelt". (picture alliance/dpa/Michael Ukas)
    Den Sicherheitsbehörden lägen keine weitergehenden Erkenntnisse zu konkreten Gewaltaufrufen vor, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Vielmehr betonten die bisher bekannt gewordenen Mobilisierungsaufrufe den friedlichen Charakter der Proteste. Zuvor hatte es Warnungen vor einer Unterwanderung der Demonstrationen durch Extremisten gegeben.
    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützte die bildungspolitischen Forderungen der Demonstrationen. Die GEW-Vorsitzende Finnern sagte, die jungen Menschen kritisierten zu Recht marode Schulen, die Kürzungen bei Bildung und den Fachkräftemangel an Schulen.
    Die Initiative "Gen Z regelt" hat für Samstag zu Protesten in mehreren Städten aufgerufen. Neben bildungspolitischen Forderungen geht es auch um steigende Lebenshaltungskosten und eine mögliche Wehrpflicht. In mehreren deutschen Städten gab es bereits heute Blockaden von Universitätsgebäuden.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.