Berlin
Bundestag beschließt Reform der Notfallversorgung, Änderungen auch bei Personalausweis und Reisepass

Der Deutsche Bundestag hat die Reform der Notfallversorgung in Deutschland beschlossen.

    Blick von der Tribüne in den Plenarsaal des Bundestags während der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027.
    Blick in den Plenarsaal des Bundestags (picture alliance / dpa / Michael Brandt)
    Sie soll künftig über eine zentrale Ersteinschätzung besser und schneller werden. Für die Neuerung stimmten Abgeordnete von Union, SPD und Grünen. AfD und Linke enthielten sich. In sogenannten Integrierten Notfallzentren soll in Zukunft entschieden werden, ob Patienten ins Krankenhaus oder zum Hausarzt geschickt werden. Außerdem soll die Notrufnummer 112 mit der Nummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdiensts verknüpft werden. Ziel ist eine Entlastung der Rettungsdienste und Notaufnahmen.
    Zudem beschloss das Parlament die gesetzliche Grundlage zur Einführung einer sogenannten digitalen Brieftasche, in der etwa der Personalausweis auf dem Smartphone abgespeichert werden kann. Mit einer entsprechenden App können sich Bürger dann gegenüber Behörden und Vertragspartnern im Netz einfacher ausweisen.
    Im Lauf des Abends befasst sich der Bundestag abschließend mit der Erhöhung der Tabaksteuer.
    Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.