
Redner unterschiedlicher Fraktionen warben in der Debatte für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung, bei der jeder Bürger als potenzieller Organspender gilt, der nicht ausdrücklich widersprochen hat. Die CDU-Abgeordnete Connemann sagte, viele Menschen stürben, weil das rettende Organ fehle. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet. Die SPD-Abgeordnete Dittmar argumentierte, die Widerspruchslösung könne vielen Menschen die Chance auf ein Weiterleben geben. Die Grünen-Politikerin Kappert-Gonther sagte dagegen, Schweigen sei keine Zustimmung. Nicht alle Menschen seien imstande, eine Entscheidung zur Organspende aufgrund ausreichender Information zu treffen. Die AfD-Abgeordnete von Storch warf den Befürwortern vor, die Bürger unter Rechtfertigungsdruck zu setzen.
Die heutige Orientierungsdebatte soll die Grundlage für weitere Beratungen im Bundestag bieten.
Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
