Bürgerkrieg
Cap Anamur: Lage für Zivilbevölkerung im Sudan verschärft sich

Die Hilfsorganisation Cap Anamur warnt vor einer zunehmend prekären Lage im Sudan.

    Im Sudan versammeln sich Menschen vor einem Lastwagen mit humanitärer Hilfe.
    Im Sudan versammeln sich Menschen vor einem Lastwagen mit humanitärer Hilfe (Archivbild). (picture alliance | ASSOCIATED PRESS | Marwan Ali)
    In den Nuba-Bergen im Süden des Landes habe sich die Situation in den vergangenen Monaten nochmals verschärft, sagte der Geschäftsführer der Hilfsorganisation, Göken, im Deutschlandfunk. Die medizinische Versorgung sei derzeit "katastrophal". So habe Cap Anamur ein vor drei Jahrzehnten aufgebautes Krankenhaus wegen der Kämpfe aufgeben müssen, nachdem Rebellen den Ort besetzt hatten.Hilfsgüter könnten derzeit nur illegal über die Grenze zum Südsudan in die Region gebracht werden.
    Im Sudan liefern sich die Armee von Machthaber al-Burhan und die RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Daglo seit mehr als drei Jahren Gefechte. Geschätzt mehr als 100.000 Menschen wurden getötet; rund 13 Millionen Einwohner sind auf der Flucht. Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan hatte in der vergangenen Woche von der "größten Hungerkrise der Welt" gesprochen.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.