
Er merke zudem, dass es zu früh sei, nach seinem Rücktritt im Juli wieder voll durchzustarten, als wäre nichts gewesen. Spahn kündigte an, sich vorerst auf seine Arbeit für den Wahlkreis und seine Familie zu konzentrieren.
Vor wenigen Tagen war eine Debatte um Spahn entstanden, weil er bei einer Sitzung des Haushaltsausschusses fehlte, dem er seit Anfang September angehört. Dann tauchten Urlaubs-Fotos aus Sardinien mit seinem Mann und Kind auf. Dies löste Kritik auch unter den CDU-Haushältern aus.
Nach Berichten von "Stern", Spiegel" und "ARD" kam es am Freitag zu einer Aussprache in der Fraktions-Arbeitsgruppe Haushalt, nachdem mehrere der 14 Mitglieder den Rauswurf Spahns aus dem Bundestagsausschuss gefordert haben sollen. Die Fraktionsführung habe interveniert, am Ende sei eine Art Bewährungsfrist bis Ende des Jahres vereinbart worden, berichten die Medien übereinstimmend. Es soll auch Forderungen nach einem freiwilligen Rückzug Spahns gegeben haben.
Spahn war im Juli als Fraktionschef zurückgetreten, nachdem er und sein Mann mit Hilfe einer Leihmutter Eltern geworden waren - was in der Partei massive Empörung auslöste. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Auch Spahn selbst hatte sich im Vorfeld für ein Beibehalten des Verbots ausgesprochen.
Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
