Online-Portale
"Correctiv" weist Vorwürfe von "Nius" zurück - Zugriff auf Daten nach Hackerangriff

Das Recherchenetzwerk "Correctiv" weist Vorwürfe des Online-Portals "Nius" zurück.

    Julian Reichelt, im Vordergrund eine runde rote Fläche.
    Nius-Chefredakteur Julian Reichelt (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)
    Nius-Chefredakteur Reichelt hatte in einem Online-Posting erklärt, Correctiv habe sich mithilfe von Kriminellen Zugang zum Redaktionssystem verschafft und nach möglichen Informanten und Quellen von Nius durchforstet. Dies sei ein brutaler Angriff auf die Pressefreiheit.
    Correctiv teilte dagegen auf Deutschlandfunk-Anfrage mit, die Daten seien frei im Netz verfügbar und daher für jeden einsehbar gewesen. Correctiv sei zu keinem Zeitpunkt an einer illegalen Beschaffung von Daten beteiligt gewesen. Kern der eigenen Recherche sei, dass die Datensicherheit bei Nius nicht gewahrt zu sein scheine. Veröffentlicht habe man zum Thema noch nichts.
    Nius-Chefredakteur Reichelt wirft Correctiv vor, eine steuerfinanzierte linke Aktivisten- und Kampagnen-Organisation zu sein. Correctiv bezeichnet sich dagegen als erstes gemeinnütziges Recherchezentrum in Deutschland. Laut aktuellem Jahresbericht machen Spenden von Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Zahlungen von Stiftungen den mit Abstand größten Teil der Einnahmen aus.
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.