
Inzwischen sei jeder fünfte Schüler betroffen, insgesamt mehr als 2,4 Millionen, teilte das Bündnis gegen Cybermobbing unter Verweis auf eine neue Erhebung mit. Das entspreche einem Anstieg von mehr als zwei Prozent im Vergleich zu 2024. Besonders alarmierend sei, dass auch mehr Kinder und Jugendliche aus Verzweiflung schon einmal zu Alkohol, Tabletten oder Drogen gegriffen und 25 Prozent Suizidgedanken geäußert hätten. Viele Lehrkräfte und Eltern fühlten sich mit der Entwicklung überfordert, betonte das Bündnis. Wichtige Maßnahmen, um Cybermobbing entgegenzutreten, seien Prävention und Aufklärung vor allem an Schulen. Eltern sollten sich frühzeitig und intensiver mit Inhalten und Funktionsweisen des Internets und der Sozialen Medien auseinandersetzen. Der Vorstandsvorsitzende des Bündnisses, Leest, führte aus, in vielen Fällen sei auch die Anonymität im Netz das Problem. Die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft müssten endlich handeln.
Das Bündnis gegen Cybermobbing führt die Studie "Cyberlife" seit 2013 durch. Für die aktuelle 6. Ausgabe wurden den Angaben zufolge bundesweit rund 6.300 Schüler, Eltern und Lehrkräfte befragt. Die Studie wird heute offiziell in Berlin vorgestellt.
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Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
