
In der Nähe des Transportministeriums kam es dabei auch zu Ausschreitungen, wie der Fernsehsender TVE berichtete. Die Polizei habe dabei auch Tränengas eingesetzt. Zu dem Protest aufgerufen hatten auch rechtsgerichtete Gruppen, in Spanien findet Ende November eine vorgezogene Parlamentswahl statt.
Derweil ging am Unglücksort in der Provinz Toledo südlich von Madrid die Suche nach möglichen weiteren Opfern auch in der Nacht weiter. Dabei kamen mehrere Kräne zum Einsatz. Die Behörden richteten in mehreren Städten Anlaufstellen für Angehörige sowie Blutspendezentren ein.
Menschliches Versagen als mögliche Ursache
Am Mittwoch waren beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Die Untersuchungen zur Ursache dauern an. Verkehrsminister Puente führte das Unglück auf eine "unerklärliche" Entscheidung der Bahnleitstelle zurück. Obwohl das automatische Zugsicherungssystem nach einem Computerausfall noch nicht wieder funktionierte, habe die Leitstelle grünes Licht zur Weiterfahrt eines Zuges gegeben.
Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
