
Während die Koalition streite, freue sich die Zuckerlobby, sagte eine Sprecherin. Der aktuelle Gesetzentwurf wäre ein Meilenstein im Kampf gegen ernährungsbedingte Erkrankungen. Er setze nahezu 1:1 den Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit um. Auch die Bundesärztekammer forderte, die Abgabe zügig umzusetzen und die Gesetzgebung nicht zu verzögern. Aus Sicht der Ärzteschaft sei die Steuer ein wirksames Instrument, um den Konsum stark gezuckerter Getränke zu senken und gesundheitsschädliche Ernährungsgewohnheiten zu verändern.
Das Kanzleramt hatte Klingbeils Gesetzentwurf gestern vorläufig gestoppt. Er weiche ab und sei so nicht mehrheitsfähig. Klingbeil indes kündigte an, an den Plänen festzuhalten. Laut Medienberichten plant er die Steuer bereits für Mitte kommenden Jahres mit Einnahmen von rund einer Milliarde Euro jährlich. Zuvor war von einer Einführung ab 2028 und rund 450 Millionen Euro die Rede gewesen. SPD-Vize Schweitzer kritisierte, der Stopp sei dem Miteinander in der Koalition nicht zuträglich.
Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
