Bild am Sonntag
Deutsche-Bank-Chef Sewing fordert höheres Reformtempo - und lobt die Regierung für das Altersvorsorgedepot

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Sewing, hält das bisherige Reform-Tempo der Bundesregierung für nicht ‌ausreichend.

    Christian Sewing, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, spricht in der Zentrale der Deutschen Bank während der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main.
    Christian Sewing, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank (Archivbild) (Arne Dedert/dpa)
    Der "Bild am Sonntag" sagte Sewing, die schwarz-rote Koalition habe zwar erkannt, was zu tun sei. Allerdings glaube er, dass sie in der Umsetzungsgeschwindigkeit und auch in der ⁠Konsequenz ⁠besser werden müsse.
    Der Deutsche-Bank-Chef sprach sich unter anderem dafür aus, den Kündigungsschutz ‌weiter zu lockern. Man befinde sich in einer schnelllebigen Welt, in der man viel flexibler denken müsse, sagte er zur Begründung. Zudem müsse Bürokratie abgebaut werden.
    Sewing lobte die Bundesregierung für das Altersvorsorgedepot, das Anfang des kommenden Jahres eingeführt wird. Damit sollen die Menschen in Deutschland über die Finanzmärkte fürs Alter vorsorgen können. Sparerinnen und Sparer bekommen dabei eine Förderung vom Staat, die abhängig von der Höhe der privaten Einzahlung ist. Eltern und Berufseinsteiger werden zusätzlich gefördert. Zudem werden die Kapitalerträge in der Ansparphase nicht besteuert.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.