Bilanz
Deutschland holt bei Leichtathletik-EM so viele Medaillen wie seit 28 Jahren nicht mehr

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham hat Deutschland so viele Medaillen gewonnen wie seit 28 Jahren nicht mehr. Die deutschen Athleten konnten sich 21 Mal Gold, Silber oder Bronze sichern.

    Gesa Felicitas Krause beim Jubel im Zielbereich.
    Gesa Felicitas Krause gewinnt Gold über 3000 Meter Hindernis. (dpa/ AP Photo / Petr David Josek )
    Zuletzt gelang eine solche Ausbeute bei der EM 1998. Deutschland gewann damals in Budapest 23 Medaillen. Bei den Wettkämpfen 2024 in Rom kamen die deutschen Sportler lediglich auf elf Podestplatzierungen.

    Allein sechs Podestplätze am letzten Tag

    In diesem Jahr gewann das deutsche Team sechs Mal Gold, zehn Mal Silber und fünf Mal Bronze. Es stand allein am Sonntag, dem Schlusstag der Wettkämpfe, sechs Mal auf dem Podium.
    Deutschland liegt damit im Medaillenspiegel nach allen 52 Wettbewerben auf Platz drei hinter Italien und Großbritannien. Das italienische Team sicherte sich 22 Medaillen, darunter allein zehn goldene. Die britischen Athleten erreichten zwar mit insgesamt 19 Podestplatzierungen weniger als Deutschland, gewannen aber mehr Goldmedaillen.

    DLV lobt geschlossene Teamleistung

    Der Leistungssport-Vorstand des Deutschen Leichtathletikverbands, Jörg Bügner, zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden. Er sagte, man habe ein geschlossenes Team erlebt, eine hervorragende Stimmung und viele großartige Leistungen. Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in Los Angeles räumte Bügner jedoch auch ein, dass in einigen Disziplinen der Weg bis zur Weltspitze noch weit sei.

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    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.