Alterssicherung
DGB beharrt auf abschlagsfreier Rente

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat den Abschlussbericht seiner Rentenkommission vorgestellt. Eine weitere Anhebung ⁠des Renteneintrittsalters lehnt die DGB-Kommission ab. ⁠Auch die abschlagsfreie Rente ‌nach 45 Versicherungsjahren soll erhalten bleiben.

    Ein Porträt der DGB-Chefin Yasmin Fahimi.
    Yasmin Fahimi macht sich als Chefin des Deutschen Gewerkschaftbundes für die Rechte von Arbeitnehmern stark. (IMAGO / Political-Moments / IMAGO)
    Der DGB fordert, das gesetzliche Rentenniveau von derzeit 48 Prozent zunächst auf 50 und später auf 53 Prozent anzuheben. Zudem sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, für ihre Beschäftigten eine zusätzliche Betriebsrente zu finanzieren. Zur Finanzierung schlägt der Gewerkschaftsbund höhere ⁠Beiträge ⁠und zusätzliche Steuermittel aus ⁠einer stärkeren Besteuerung großer Vermögen vor. Das Gremium war Anfang des Jahres als Gegenentwurf zur Rentenkommission der Bundesregierung eingesetzt worden.
    Der Gewerkschaftsvorschlag unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von den ​Empfehlungen der Alterssicherungskommission der Bundesregierung. Diese hatte im Juni unter anderem empfohlen, das Rentenalter nach 2031 schrittweise an die steigende Lebenserwartung zu ​koppeln und die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.