"Dass es innerhalb der Bundesregierung Sorgen gibt, Deutschland könne sein Toprating verlieren, sollte bei allen die Alarmglocken läuten lassen",
betont das HANDELSBLATT in seinem Kommentar:
"Denn das könnte die Zinskosten nicht nur für Deutschland, sondern auch für hochverschuldete Euro-Länder erhöhen. Deutschland ist dank seiner Finanz-Power der Stabilitätsanker des Währungsraums. Diese Rolle darf die Regierung nicht gefährden."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG thematisiert die wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Rheinpegelstände:
"In Zeiten der Dürre sind diese von nationalem Interesse. Sie zeigen, wie abhängig Industrieunternehmen von diesem Verkehrsweg sind. Es ist deshalb richtig, dass der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger die aktuelle Situation in einer Sonderkonferenz mit den Unternehmen diskutieren will. Aber schon jetzt ist klar, dass dies allenfalls der Anfang sein kann. Das Problem ist deutlich größer als ein paar freigelegte Felsen auf Deutschlands größter Wasserstraße."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG geht auf die erste Quartalsbilanz von Space-X ein:
"Wer Visionen hat, sollte besser zum Arzt gehen – das ist so ein Lieblingsspruch der Deutschen. Er wird auch im Wirtschaftsleben immer wieder gerne angebracht, wenn jemand große Ziele hat, aber wenig konkrete Pläne, wie sie erreicht werden sollen. Dabei gehen Firmenlenker mit ihren Visionen natürlich eher selten zum Arzt. Ganz sicher aber landen sie früher oder später bei einem Buchhalter. Beispiel Elon Musk: Der Space-X-Gründer hatte im Juni noch von multiplanetarem Leben, Marsstädten und Mondbasen geträumt und damit Anleger weltweit für den Kauf seiner Aktien begeistert. Am Dienstagabend musste er nun erstmals nach dem Börsengang eine Quartalsbilanz für seine Weltraumfirma präsentieren. Die Bilanz war insgesamt eigentlich nicht schlecht. Die vielen positiven Nachrichten konnten aber trotzdem nicht verhindern, dass nach der Bekanntgabe der Zahlen der Börsenkurs sank. Nicht nur den Visionären in der Space-X-Zentrale, auch vielen Anlegern stehen nun lange und möglicherweise schmerzhafte Therapiesitzungen in der Buchhaltung bevor. Eine Excel-Tabelle kann Visionen noch viel schneller den Garaus machen als jeder Arztbesuch."
