16. Oktober 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Deutschlandfunk - Die Wirtschaftspresseschau

Bangkok: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) spricht im Rahmen der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok.
Bundesfinanzminister Klingbeil bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Bangkok (Soeren Stache / dpa / Soeren Stache)
Unter anderem geht es um das Erneuerbare-Energien-Gesetz und um die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Bangkok.
Dazu heißt es in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG:
"Eine der Erkenntnisse der Tagung von Weltbank und Währungsfonds lautet, dass die USA zu den Verursachern der Krisen zählen, die die Weltwirtschaft derzeit belasten. Diese zeigt sich gleichwohl überraschend robust, weil Unternehmen und Bürger sich schneller auf neue Verhältnisse einstellen, als Prognosen unterstellen. Hinzu kommt, dass der Boom der Künstlichen Intelligenz die Einbußen in anderen Wirtschaftssektoren vieler Länder ausgeglichen hat. Der Aufschwung dieser Technologie ist ebenfalls den USA zu verdanken. Man will gar nicht darüber nachdenken, was ein freundliches, den westlichen Werten verpflichtetes Amerika alles Gute hätte erreichen können dank seiner schieren Kraft und seines Erfindergeistes. Etwas Gutes hat diese Entwicklung immerhin: Europa lernt hoffentlich laufen."
DIE TAGESZEITUNG - TAZ - schreibt zum Erneuerbare-Energien-Gesetz, das der Bundestag ursprünglich heute verabschieden wollte:
"Nun passiert genau das, wovor die Energiebranche und die Verbände der Erneuerbaren schon seit Langem warnen: Es ist ein extremer Zeitdruck entstanden, um die Finanzierungsgrundlage für neue Wind- und Solaranlagen zu erhalten. Aber Union und SPD stecken in den Verhandlungen über das komplexe Regelwerk und das Schwestergesetz für den weiteren Netzausbau fest. Die Zeit drängt, denn das Gesetz muss von der EU-Kommission bis zum Jahresende genehmigt werden. Verantwortlich für den Zeitdruck ist Wirtschaftsministerin Reiche. Sie weiß seit ihrem Amtsantritt, dass das bisherige EEG ausläuft und ein neues Gesetz nötig ist, legte aber erst in diesem Sommer einen Entwurf vor. Ohne Not hat sie ihn mit einem weiteren hochumstrittenen Vorhaben verknüpft, dem Netzanschlusspaket."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG befasst sich mit der Kaufprämie für E-Autos:
"Der Markt für E-Autos wächst so stark wie nie. Doch die deutschen Hersteller profitieren davon weniger als ihre Konkurrenten. Ein Faktor ist die staatliche Kaufprämie. Sie gilt nur für Privatkunden, und unter ihnen sind ausländische Marken besonders gefragt. Deshalb werden Forderungen laut, die heimische Industrie zu schützen: Die Kaufprämie soll abgeschafft oder nur noch für in Europa produzierte Modelle gezahlt werden. Beides wäre falsch. Erstens wäre dem Klima damit nicht geholfen. Zweitens wären die nichteuropäischen Hersteller von einer Kursänderung nur zum Teil betroffen: Tesla betreibt eine Fabrik in Brandenburg, chinesische Hersteller planen eigene Werke in Europa."