20. Oktober 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt zur Idee des VW-Vorstands, die Löhne für zehn Jahre einzufrieren:

Das Bild zeigt das Markenhochhaus des Volkswagenwerks Wolfsburg.
Der Vorstand von VW will offenbar die Gehälter weltweit einfrieren. (picture alliance / Daniel Kalker)
"So etwas hat die deutsche Wirtschaftswelt noch nicht gesehen: Der größte europäische Autokonzern VW will gleich mehrere Jahre lang jede Lohnerhöhung verweigern. Durch die Inflation würde das Einkommen Hunderttausender Beschäftigter um zehn Prozent schrumpfen. In einem haben die Bosse ja recht: Die deutsche Autoindustrie hat ihre weltweit starke Stellung eingebüßt. Deshalb muss alles hinterfragt werden. Die Arbeitskosten gehören dazu. Den meist überdurchschnittlich entlohnten Beschäftigten der Branche sind Abstriche beim Gehalt durchaus zumutbar. Und das haben die VW-Arbeiter beim Sparpaket 2024 auch schon getan. Falsch ist es aber, dass sich die Manager bei VW und anderswo jetzt auf einen Kahlschlag bei Löhnen und Stellen konzentrieren. Denn das löst die entscheidenden Probleme nicht."
Und die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG notiert:
"In diesen Tagen ging ein Video des amerikanischen Autobauers Tesla um die Welt, Elon Musk präsentiert darin seinen neuen Elektro-Sportwagen 'Roadster'. Der Wagen beschleunigt in knapp einer Sekunde auf erstaunliche 100 Stundenkilometer, und noch verblüffender ist: Er kann fliegen und in der Luft Wendemanöver veranstalten, jedenfalls für wenige Sekunden. Aktuelle Nachrichten gibt es auch vom deutschen Autobauer Volkswagen. Wenige Wochen vor Beginn neuer Tarifverhandlungen Ende November soll der Vorstand die Personalverantwortlichen des Konzern angewiesen haben, die Gehälter der weltweit mehr als 660.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts einzufrieren. Während die internationale Konkurrenz mit ihren Ideen buchstäblich abhebt, geht es bei VW weiterhin nur um: VW. Egal, ob die VW-Modelle von morgen fahren oder sogar fliegen sollen: Ohne gute Mitarbeiter wird es sie nicht geben."
DIE GLOCKE aus Oelde geht auf den geplanten Handel mit Kryptoprodukten bei den Sparkassen ein:
"Es ist ein erstaunlicher Schritt, gelten die Institute doch als ursolide und wenig innovativ. Viele Kunden setzen auf altbewährte Produkte wie das Sparbuch. Die Kryptowährungen hingegen sind hochspekulative Geldanlagen. Die Kurse schwanken stark und auch ein Totalverlust ist nicht ausgeschlossen. Hinter der Entscheidung steckt reine Geschäftslogik. 'Die Kunden wollen es', heißt es in Branchenkreisen. Bitcoin und Co. sind tatsächlich längst im Alltag vieler Menschen angekommen. Wenn die Coins künftig bei vielen Sparkassen handelbar sind, ist aber weiterhin Vorsicht geboten. Denn die Geldanlage selbst wird durch diese Möglichkeit nicht weniger riskant. Die Institute legen Wert auf den Hinweis, dass es sich um ein Angebot für Selbstentscheider handelt und dieses nicht Teil der Beratung für Privatkunden ist. Diese Zielgruppe sollte sich bewusst sein, was sie tut - und muss auch die Verantwortung dafür tragen."