
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG spricht von einer "totalen Machtergreifung":
"Wenn Tesla in SpaceX aufgeht, könnte Musk das uneingeschränkte Kontrolle verschaffen. Es ist ein altbekanntes Muster von Musk: Hinter dem Nebel von Zukunftsvisionen verbergen sich Finanzmanöver zu seinem persönlichen Nutzen. Das KI-Unternehmen X.AI übernahm erst zu einem völlig überteuert erscheinenden Preis die Onlineplattform X und ging dann in diesem Jahr selbst in SpaceX auf. All das hat zum sprunghaften Anstieg von Musks Reichtum beigetragen."
Die BÖRSEN-ZEITUNG analysiert:
"Was bei einer Fusion der Firmen blüht, ist klar: Die völlige Übervorteilung der Tesla-Aktionäre, deren Anteil an einem kombinierten Unternehmen sich keineswegs in proportionalen Mitspracherechten ausdrücken dürfte. Sie werden gezwungen sein, die expansive Ausgabenpolitik und strategischen Fehlentscheidungen Musks mitzutragen, die beim E-Autobauer eine Erosion der Margen ausgelöst und bei SpaceX zur Vernachlässigung des Raumfahrtgeschäfts zugunsten wirrer KI-Visionen geführt haben. Dabei werden sie nicht einmal mehr die theoretische Möglichkeit besitzen, ihn zur Verantwortung zu ziehen."
Das HANDELSBLATT aus Düsseldorf konstatiert:
"Geschäftlich ergibt die Fusion keinen Sinn. SpaceX und Tesla könnten durch einen Zusammenschluss Vorteile heben, etwa durch Kooperationen rund um Chips, Roboter und Künstliche Intelligenz, behauptet Musk. Nach dieser Logik könnten auch OpenAI und Vorwerk fusionieren, an schlauen Robotern arbeiten beide. Oder Nvidia und McDonald's, Rechenpower steckt schließlich auch in der Burger-Kasse. Ernsthaft: Synergien hebt man so nicht. Das Einzige, was durch die Megafusion steigen würde, ist die Intransparenz im Musk-Universum."
Zuletzt ein Kommentar aus der PFORZHEIMER ZEITUNG zum BGH-Urteil, dass die Schufa in bestimmten Fällen Verbraucher darüber informieren muss, wie deren Bewertung zustande gekommen ist:
"Einen Kredit garantiert Verbrauchern das Urteil nicht. Es stärkt nur ihr Recht, zu verstehen, warum sie keinen bekommen haben. Für die Schufa hätte es also schlimmer kommen können. Zumal die aktuellen Verfahren das alte System betrafen. Doch auch, wer wegen einer früheren Bewertung keinen Vertrag bekam, verdient eine verständliche Erklärung. Der Hinweis auf den neuen Score mit zwölf veröffentlichten Kriterien und einer nachvollziehbaren Punkteberechnung reicht dafür nicht. Verbraucherschützer sehen zwar einen Fortschritt, aber auch weiter ein Fairness-Defizit. Die Schufa sollte nicht nur mit mehr Transparenz werben, sondern den Betroffenen ihre Fragen beantworten. Möglichst ohne den nächsten Gang vor Gericht."
