
"Sehen Sie sich um, in was für einem Zustand das Land ist. Das Volk bezahlt für die Abenteuer seiner politischen Klasse", Zitat Ende. Im Kommentar der Zeitung heißt es:
"Die Nachrichten zum schlechten Konsumklima sind keine Überraschung. Viele Menschen in Deutschland müssen inzwischen damit rechnen, dass ihr Job aus dem Nichts heraus in Gefahr gerät. Diese Stimmung wirkt sich auf das Kaufverhalten aus. Und im Augenblick deutet nichts auf eine Besserung hin - ganz im Gegenteil. Die ökonomische und finanzielle Situation beruht in erster Linie auf politischen Entscheidungen in Berlin und Brüssel. Nahezu alles kam genau anders, als die Führung verkündete, eine Fehleinschätzung reihte sich an die andere."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG erinnert an die Senkung der Stromsteuer, die nach wie vor als Ziel im Koalitionsvertrag steht:
"Es geht um Entlastungen von 80 bis 100 Euro im Jahr für eine Familie. Das nicht hinzubekommen, ist gefährlich in einer Zeit, in der die 11,5 Milliarden an Militärhilfe für die Ukraine von interessierter Seite oft plakativ gegengerechnet werden. Der Kanzler ist ein Meister der großen Ankündigung, weniger der geräuschlosen Lösung. Aber auch der Finanzminister gibt sich hier wenig konstruktiv."
Die NEUE PRESSE aus Coburg blickt auf das deutsche Gesundheitssytem und hält es für - Zitat:
"wirtschaftlich stark zersplittert und zerfasert, weil es viel zu viele Stakeholder gibt, die ein Stück vom großen Kuchen der Kassenbeiträge haben wollen. Das fängt bei Pharmakonzernen und privaten Krankenhausgesellschaften an, die jeweils Aktionäre zufriedenstellen müssen. Es geht weiter über Transportdienste, die untereinander noch regional konkurrieren, bis hin zu Personaldienstleistern, die Pflegepersonal für Krankenhäuser bereitstellen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Dankenswerterweise rackern sich im ganzen System Menschen für die Gesundheit anderer ab."
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat ein Gegenkonzept zu den Rentenplänen der Bundesregierung entworfen. Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf spricht von einer "Wunschliste":
"Die DGB-Experten fordern die Anhebung des Rentenniveaus von 48 auf 50 Prozent, perspektivisch sogar auf 53 Prozent. Arbeitgeber sollen zu einer Betriebsrente verpflichtet, die Grundrente aufgebessert werden. Das gesamte Versorgungsniveau im Alter soll 70 bis 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreichen. Finanziert werden soll all das über höhere Steuerzuschüsse. Das klingt nach schönen Plänen. Nur schade, dass die aufgezeigten Finanzierungswege nicht reichen und auch nicht funktionieren."
