
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG fasst zusammen:
"Die Tragik eines Zulieferers wie Schaeffler liegt darin, dass er in der Transformation der Autobranche zwischen zwei Mühlsteinen zerrieben wird. Einerseits fällt das Geschäft mit Teilen für den Verbrennungsmotor peu à peu weg, andererseits kommen aktuell von den europäischen Autoherstellern nicht so viele Aufträge für die Elektrofahrzeuge herein wie erhofft."
Die NEUE PRESSE aus Coburg bemerkt:
"Offiziell spricht man bei Schaeffler von einem 'Ergebnisverbesserungsprogramm'. Diese Wortschöpfung hat etwas Zynisches. Schließlich steht hinter jedem Arbeitsplatz eine konkrete Person - ein Familienvater oder eine Mutter -, die nun einer ungewissen Zukunft entgegensehen muss. Wer angestellt bleibt, soll überdies einen 'Solidaritätsbeitrag' leisten, übersetzt heißt das schlicht: auf Gehalt verzichten."
Und die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG schreibt:
"Das ist eine weitere Hiobsbotschaft in einem an wirtschaftlichen Schreckensmeldungen ohnehin nicht gerade armen Jahr. Und doch scheint die Botschaft nicht überall anzukommen. Denn die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich weiter zu, die von der IG Metall zu verantwortenden Warnstreiks weiten sich aus. Ja, die Wut vieler Beschäftigter ist nachvollziehbar. Doch eine Lohnforderung von flächendeckend fünf Prozent schießt übers Ziel hinaus."
Zur Arbeitsniederlegung der IG Metall notiert ND - DER TAG:
"'Ein Streik ist mehr wert als tausend Schulungen', sagte einst Willi Bleicher, der legendäre Bezirksleiter der IG Metall aus Baden-Württemberg. Das gilt, wenn der Streik erfolgreich ist; das gilt auch, sollte der Kampf verloren werden. Eine Lohnerhöhung unterhalb von Inflationsrate und Produktivitätsentwicklung und kein Ende des Personalabbaus wären jedenfalls eine Enttäuschung. Die Kampfbereitschaft der Arbeiterinnen und Arbeiter ist so hoch wie die Erwartungen."
Themenwechsel. Die Bundesnetzagentur vergibt eine Förderung für neue Gas-Reservekraftwerke. Dazu lesen wir im HANDELSBLATT:
"Die Bundesnetzagentur lobt, die Nutzung alter Standorte sei besonders kostengünstig, weil man auf vorhandene Infrastruktur zurückgreifen könne. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Wer die alte Infrastruktur nutzt, kann nicht die effizienteste Gaskraftwerkstechnologie einsetzen. Das treibt die Kosten. Umrüstungen sind im Bau günstiger als ein Neubau, bei der Stromproduktion jedoch teurer. Aber die Not verdeckt diese Schwächen im Moment noch. Die Erleichterung darüber, dass man nun endlich ein Ergebnis hat, ist zu groß."
