
Nach dem Sieg der Demokraten bei den Midterms beobachtet die Zeitung ND-DER TAG:
"Rette sich wer kann, scheint die Parole von Besitzern von Technologieaktien nach den Zwischenwahlen in den USA zu sein. Nicht nur an der Nasdaq, sondern auch an schwergewichtigen Börsen in Asien und Europa brechen die Kurse von Unternehmen ein, die viel Geld mit dem Hype um die Künstliche Intelligenz zu machen gedenken. Dabei überdecken die Turbulenzen, dass viele Anleger durchaus froh über den Wahlausgang sind. Gerade für die klassische alte Industrie jenseits der USA eröffnet es bessere Aussichten, wenn Präsident Donald Trump nicht mehr so einfach mit erratischen Zoll-Entscheidungen den Warenhandel empfindlich stören kann."
Die MEDIENGRUPPE BAYERN kommentiert:
"Seit Wochen schon zieht ein Abwärtssog die Kurse der Tech-Giganten wie Amazon, Microsoft und Nvidia nach unten. Jener Konzerne, die den KI-Boom über Jahre auf immer neue Höhen trieben und so nicht nur ihre Besitzer unermesslich reich machten, sondern auch den Aktionären die Taschen füllten. Jede Party geht einmal zu Ende. Insofern sollten sich Anleger vom Tech-Crash nicht panisch machen lassen. Übertreibungen gehören an den Börsen zur Tagesordnung, ebenso wie Korrekturen."
Der NORDBAYERISCHE KURIER aus Bayreuth schreibt:
"Die Künstliche Intelligenz und ihre gigantischen Zahlen haben ein Pokerspiel an der Börse geschaffen, das bisherige Maßstäbe sprengt. Nun wird niemand bestreiten, dass der KI die Zukunft gehört. Aber vielversprechende Tech-Titel werden zum Hochrisiko, wenn Kurse mehr träumerische Erwartung als faktengestützte Möglichkeiten spiegeln. Und dann ist da noch die Politik. Nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Wahlen wächst die Unsicherheit über die künftigen Bedingungen für die vielen Rechenzentren, die der KI-Infrastruktur die nötige Energie liefern."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU kommentiert den Verbrauch von Kühlwasser durch ebenjene Rechenzentren, basierend auf einer aktuellen Greenpeace-Studie, und fragt:
"Ist es gerechtfertigt, Unternehmen immer weitreichenderen Zugang zu Grund- und Oberflächengewässern zu ermöglichen, während Mensch und Umwelt vielerorts unter zunehmendem Wasserstress leiden? Wohin das führen kann, zeigt sich in den USA: Dort regt sich vielerorts Widerstand gegen die riesigen Anlagen mit ihren fensterlosen Fassaden, die in wasserarmen Gebieten den Menschen die Ressource streitig machen. Die Bundesregierung darf also trotz aller wirtschaftlichen Ziele die Belange von Menschen und Umwelt nicht ignorieren."