Deutsche Wirtschaft
DIHK: Gewerbesteuer wird zur "stillen Standortbremse"

Unternehmen werden nach Daten der Deutschen Industrie- und Handelskammer zunehmend durch Anhebungen der Gewerbesteuer belastet.

    Dr. Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der DIHK
    Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Dr. Helena Melnikov (IMAGO / Jens Schicke / IMAGO / Jens Schicke)
    Der Verband veröffentlichte eine Erhebung, wonach zuletzt 88 von über 700 untersuchten Kommunen ihren sogenannten Hebesatz anhoben, während in lediglich fünf eine Senkung verzeichnet worden sei. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Melnikov sagte, zwar habe die Mehrheit der Städte und Gemeinden ihre Hebesätze ⁠stabil ⁠gehalten. Insgesamt aber drohe sich die Gewerbesteuer zur - Zitat "stillen Standortbremse" zu entwickeln, wenn Kommunen ihre Finanzprobleme auf die örtlichen Unternehmen abwälzten.
    Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen. Mit dem Hebesatz legen die ⁠Städte und Gemeinden einen Multiplikator fest, der die ⁠tatsächliche Höhe der lokalen Last für ein ‌Unternehmen bestimmt. Die regionalen Unterschiede fallen dabei teils sehr groß aus.
    Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.