Berlin
Diskussion über Antisemitismus in Linkspartei

Spitzenvertreter aus Politik und Judentum warnen SPD und Grüne vor einer Regierungskoalition mit der Linken in Berlin.

    Die Worte "Die Linke" stehen in weiß auf rotem Grund hinter einem Rednerpult.
    Die Diskussion über Antisemitismus in der Linkspartei geht weiter. (dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Bundesbildungsministerin Prien, CDU, sagte im ARD-Fernsehen, Juden könnten sich in der Hauptstadt sonst nicht mehr sicher fühlen. Mit dieser Linken in Berlin könne man nicht koalieren, sagte Prien, die jüdische Wurzeln hat.
    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, warf der Linken ein tiefes strukturelles Problem mit dem Demokratieverständnis vor. Es gebe ein Muster, bei dem Antisemitismus in Teilen der Linken verharmlost und als politischer Aktivismus getarnt werde.
    Die Linke hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin gewonnen und will Gespräche mit Grünen und SPD über eine Regierungsbildung führen. Die Grünen forderten von der Partei, antisemitische Mitglieder auszuschließen. Die SPD-Chefs Klingbeil und Bas sowie Generalsekretär Klüssendorf erklärten, die Linke dürfe Antisemitismus und Clan-Kriminellen in ihren Reihen keinen Millimeter Platz lassen.  
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.