
Der Vorsitzende Beuster sagte im Deutschlandfunk Kultur,
wenn sich jemand an Journalisten wende und ihnen Informationen anvertraue
, müsse die Person sicher sein können, dass diese nicht weitergegeben würden, sofern sie es nicht wolle. Das sei der Quellenschutz. Eigentlich dürfe niemand darankommen. Journalisten seien Berufsgeheimnisträger – vergleichbar mit einem Priester, dem man die Beichte ablege, oder einem Arzt, dem man von Krankheiten erzähle. Auch in diesen Fällen müsse man sich darauf verlassen können, dass nichts weitergetragen werde. "Zeit"-Chefredakteur di Lorenzo sagte, die Darstellung des Landgerichts, wonach die Tonaufzeichnungen freiwillig ausgehändigt worden seien, sei grotesk. Die Redaktion sei stark unter Druck gesetzt worden. Hamburgs Mediensenator Brosda, SPD, forderte eine rechtliche Klärung der Vorgänge. Die Pressefreiheit sei ein hohes Gut.
In Hamburg standen Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft vor der Tür der Wochenzeitung "Die Zeit". Grund sind rund 200 Stunden Tonaufnahmen, die die Journalistin Anne Kunze für den Podcast "House of Block" gesammelt hatte. Es geht dabei um den Sorgerechtsstreit und die strafrechtlichen Vorwürfe rund um die Hamburger Unternehmerfamilie Block. Im Mittelpunkt steht die Entführung von zwei Kindern Ende 2023.
Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
