Sicherheit
Dobrindt: Drohnenabwehr wird Daueraufgabe für die Bundespolizei

Bundesinnenminister Dobrindt hat den Aufbau der deutschen Drohnenabwehr als eine Daueraufgabe für die Bundespolizei in den kommenden Jahren bezeichnet. Dobrindt betonte bei einem Besuch der Fliegerstaffel der Bundespolizei im hessischen Fuldatal, dass man sich auf ein Wettrüsten zwischen der eigenen Drohnenabwehr und Angreifern einstellen müsse.

    Die Drohne des Herstellers DJI befindet sich während einer Übung zur Drohnenerkennung und Drohnenabwehr der Bundeswehr im Einsatz bei der Deutschen Marine.
    Drohnenabwehr wird eine Daueraufgabe, sagt Bundesinnenminister Dobrindt. (Imago / Fotostand / Voelker (Symbolbild))
    Die neue Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei, die Dobrindt im Dezember in Dienst gestellt hatte, zählt aktuell 70 Einsatzkräfte. Ihre Zahl soll bis zum Jahresende auf 300 Beamte anwachsen. Das ist eine Reaktion auf den Fund einer mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus entdeckten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch in Cochstedt in Sachsen-Anhalt ein neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit eröffnet.
    Eine russische Urheberschaft der Drohne in Leipzig/Halle wird von vielen Politikern vermutet. Dobrindt wies allerdings Forderungen zurück, dies auch eindeutig öffentlich zu benennen. Er wolle die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten. Sobald diese vorlägen, werde zusammen mit dem Kanzleramt und anderen sicherheitsrelevanten Ressorts über angemessene Konsequenzen entschieden.

    Grüne: Echtzeit-Lagebild soll Überblick verschaffen

    Die Grünen im Bundestag schlagen in einem Antrag der Fraktion ein ständiges Lagebild für Flugobjekte vor. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, fordert die Fraktion, dass die zuständigen Stellen in Echtzeit Zugriff auf dieses Lagebild haben sollen. Es sollte demnach auch anzeigen können, ob ein fragliches Objekt flugberechtigt ist und von wo aus es gesteuert wird. Die Grünen bringen außerdem den Vorschlag eines "Drohnengipfels" im Kanzleramt ein, bei dem sich Polizeien, Nachrichtendienste und "Blaulichtorganisationen" - also Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben - dazu beraten könnten.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.