
Radiokohlenstoffanalysen datieren den Wall auf die Zeit zwischen 200 und 10 vor Christus. Der Fund könnte zur Siedlung Lutetia gehört haben, die als Vorläuferin des heutigen Paris gilt. Erwähnt wurde die Siedlung bereits von Julius Cäsar und zwar in seinem Bericht über die Eroberung Galliens.
Er beschrieb eine Siedlung auf einer Insel in einer Schleife der Seine, die über Brücken erreichbar war. Das könnte zur Île de la Cité passen. Zudem berichtete Cäsar, dass die Gallier ihre Anlagen vor der Schlacht von Lutetia im Jahr 52 vor Christus selbst in Brand gesetzt hätten. An den entdeckten Mauerresten wurden Spuren eines Brandes ausgemacht. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist aber noch unklar.
Solange keine Klarheit herrscht, ist auch ein anderer Standort nicht auszuschließen. Archäologischen Funden zufolge könnte sich das gallische Lutetia auch in Nanterre westlich von Paris befunden haben.
Diese Nachricht wurde am 23.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
