Eriwan-Pfad
Einigung bei COP17 auf raschere Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt

Die ​Staatengemeinschaft hat sich auf der UNO-Konferenz COP17 auf verstärkte Anstrengungen zum Schutz der weltweiten Artenvielfalt geeinigt. Die Delegierten verabschiedeten in der armenischen Hauptstadt Eriwan den sogenannten Eriwan-Pfad.

    Das Foto zeigt die Eröffnungszeremonie der 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP17) in Eriwan, Armenien.
    Die UNO-Weltnaturkonferenz COP17 fand in Armeniens Hauptstadt Jerewan statt. (picture alliance / Xinhua News Agency / Chen Junfeng)
    Darin wird ein schnelleres Handeln etwa beim Abbau schädlicher Subventionen, der Aufstockung von Finanzmitteln für Entwicklungsländer und der Angleichung nationaler Ausgaben an die Artenschutzziele festgelegt. Allerdings bleibt die Finanzierung der Maßnahmen unklar. ⁠

    Naturschutzorganisationen begrüßen Beschlüsse

    Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland erklärte, die Konferenz sei zwar von Kompromissen und Abschwächungen geprägt, liefere aber ein positives Ergebnis. Wichtig sei vor allem, dass sich die Staaten auf einen Aktionsplan geeinigt haben, um die Umsetzung der selbstgesetzten Ziele bis 2030 zu beschleunigen.
    Greenpeace Deutschland sieht in den Beschlüssen von Eriwan auch eine Aufforderung an Deutschland, die Ziele des Weltnaturabkommens mit mehr Einsatz umzusetzen. Für internationalen Naturschutz müsse mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, besonders für Indigene Gemeinschaften zum Beispiel im global wichtigen Amazonasgebiet.

    Bisherige Fortschritte reichen nicht aus

    Die zweiwöchige Konferenz COP17 diente der ersten globalen Überprüfung des vor vier Jahren in Montreal vereinbarten Weltnaturabkommens. Die Delegierten kamen zu dem Schluss, dass die bisherigen Fortschritte nicht ausreichten.
    Das damals vereinbarte Rahmenwerk ⁠sieht unter anderem vor, bis 2030 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter ⁠Schutz zu stellen, 30 Prozent der geschädigten Ökosysteme wiederherzustellen ⁠und jährlich 200 Milliarden Dollar für den Erhalt ‌der Artenvielfalt zu mobilisieren.
    Diese Nachricht wurde am 01.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.