Regierungspläne
Elterngeld soll erstmals seit Einführung erhöht werden

Das Elterngeld soll erstmals seit der Einführung im Jahr 2007 erhöht werden. Das Bundesfamilienministerium teilte mit, der Mindestbetrag solle von 300 auf 330 Euro steigen, der Höchstsatz von 1.800 auf 1.900 Euro. Ein Gesetzentwurf dazu sei in der regierungsinternen Abstimmung.

    Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine mit bunten Handabdrücken bemalte Wand einer Kindertagesstätte.
    Das Elterngeld soll steigen. (Peter Kneffel/dpa)
    Zudem ist den Angaben zufolge eine Reihe von Anpassungen vorgesehen. So soll es anders als zwischenzeitlich geplant bei einer Bezugsdauer von maximal 14 Monaten bleiben, wenn beide Elternteile jeweils mindestens vier Monate nehmen. Auch Alleinerziehende können weiterhin bis zu 14 Monaten Elterngeld erhalten.

    Mehr Geld in der frühen Familienphase

    Zudem soll es für die vier reservierten Elterngeldmonate künftig 80 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens geben statt wie bisher 65 Prozent. Für die restlichen Elterngeldmonate soll es allerdings nur noch 50 Prozent geben. Für Väter werde es damit finanziell attraktiver, eine aktive Rolle in der frühen Familienphase einzunehmen, heißt es vom Ministerium. Damit schaffe man einen "echten Anschub für mehr Partnerschaftlichkeit".
    Künftig sollen bei der Netto-Berechnung des Elterngelds außerdem Weihnachtsgeld und andere sonstige Bezüge einbezogen werden. 

    Prien: Zeichen der Unterstützung für Familien

    Familienministerin Prien sagte der Deutschen Presse-Agentur, man setze damit ein Zeichen für junge Familien, dass man sie unterstütze. Außerdem behalte der Entwurf auch den Haushalt im Blick. Wann die Reform in Kraft treten soll, ist noch offen.
    In ihrem Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, das Elterngeld zu reformieren und auch zu erhöhen. Unter der Maßgabe harter Sparvorgaben hatte Prien dann einen Entwurf für eine Reform ausgearbeitet, der eine Kürzung der Bezugsdauer um zwei Monate - von 14 auf 12 - vorsah. Das hatte Kritik ausgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.