
Der Vertreter der Nebenklage forderte in Buenos Aires 16 Jahre für den früheren Leibarzt Leopoldo Luque und die medizinische Koordinatorin Nancy Forlini. Die Psychiaterin Agustina Cosachov soll nach dem Willen der Nebenklage zu 14 Jahren Haft verurteilt werden. Luque habe von Anfang an gewusst, was passieren würde, dass Maradona mit der Behandlung, die man ihm verabreichte, sterben würde, sagte er in seinem Schlussplädoyer. Aber Luque habe nichts unternommen.
Staatsanwaltschaft will 4 bis 12 Jahre Haft für Maradonas Tod
Die Staatsanwaltschaft hatte auf Gefängnisstrafen zwischen vier und zwölf Jahren für sechs der sieben Mitglieder des medizinischen Teams plädiert. Sie warf dem Behandlungsteam vor, den Kranken durch "chaotisches" Handeln seinem Schicksal überlassen zu haben. Die Mediziner hätten gegenüber dem damals 60-Jährigen "ihre Pflichten verletzt" und gegen anerkannte Behandlungsmethoden verstoßen, sagte der Staatsanwalt Ferrari.
Der vielleicht beste Fußballspieler der Geschichte starb am 25. November 2020, zwei Wochen nach einer Hirnoperation, im Alter von 60 Jahren gestorben. Todesursache waren laut Obduktion ein Herzinfarkt und ein Lungenödem. Seit April steht ein siebenköpfiges Team aus Ärzten, Psychiatern, Psychologen und Pflegern vor Gericht. Sie hatten Maradona in einem von ihm angemieteten Haus nach der Operation betreut. Den Angeklagten wird vorgeworfen, wider besseres Wissen grob nachlässig gehandelt zu haben. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.
Erster Prozess um Maradonas Tod war 2025 wegen Befangenheit der Richterin gescheitert
Ein erster Prozess um Maradonas Tod war im vergangenen Jahr gescheitert, weil eine Richterin für befangen erklärt wurde. Sie hatte heimlich an der Vorbereitung einer Dokumentarserie über den Fall mitgewirkt.
Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
