
Nach deren Angaben ging es konkret um Beschäftigte der mittlerweile aufgelösten und ebenfalls rechtsgerichteten Fraktion "Identität und Demokratie", die nun für die Nachfolge-Fraktion arbeiten. Letztere betonte in einer Mitteilung, dass sie selbst nicht Ziel von Ermittlungen sei. Die Europäische Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich Durchsuchungen an beiden Parlaments-Standorten in Brüssel und Straßburg, nannte aber keine weiteren Details. Prüfer der Parlamentsverwaltung waren zu dem Ergebnis gekommen, dass in der ehemaligen ID-Fraktion mindestens 4,3 Millionen Euro aus EU-Mitteln veruntreut worden sein sollen. Statt wie vorgesehen Dienstleister für ihre Arbeit im Parlament zu bezahlen, sei das Geld stattdessen an politisch nahestehende Vereine und Firmen geflossen.
Die ID-Fraktion existierte zwischen 2019 und 2024, zu ihr gehörten damals neben dem französischen Rassemblement National unter anderem auch die deutsche AfD, die österreichische FPÖ und die italienische Lega.
Diese Nachricht wurde am 22.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
