Frankreich
Erneut Gewalt bei Schülerprotesten - Macron beruft Krisentreffen ein

In Frankreich ist es bei Schülerprotesten erneut zu Zusammenstößen zwischen ‌Demonstranten und der Polizei ⁠gekommen.

    Ein Schüler mit halb vermummtem Gesicht trägt eine Fahne mit einem Logo des Schulstreiks
    Auch in Rennes im Westen Frankreichs demonstrierten Schüler für bessere Lernbedingungen (Jeremias Gonzalez / AP / dpa)
    In Paris, Lyon und Straßburg lieferten sie sich gewalttätige Auseinandersetzungen. Junge Menschen errichteten Barrikaden und zündeten sie an. Die Polizei setzte Tränengas ein. Landesweit beteiligten sich mehrere Hunderttausend Menschen an Demonstrationen. An mehreren Orten wurden die Schülerproteste von Eltern unterstützt. Sie prangerten erneut den Lehrermangel und den maroden Zustand vieler Schulgebäude an. Nach Angaben der Schülergewerkschaft blieb heute mehr als die Hälfte der Gymnasien geschlossen oder wurde blockiert. Präsident Macron berief für den Abend ein Krisentreffen ein.
    Die Proteste hatten Ende September in Vororten von Paris begonnen und sich danach auf das ganze Land ausgeweitet.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.