Frankreich
Erneut gewaltsame Schulproteste - Regierung lädt zu Gesprächen ein

In Frankreich hat es auch heute wieder teils gewalttätige Proteste von Schülern gegeben. Im ostfranzösischen Belfort wurde ein Polizist angegriffen. Nach Angaben von Innenminister Nuñez wird gegen die Täter wegen versuchter Tötung ermittelt.

    Mehrere Männer und Frauen stehen in einer Straße, sie sind aus der Froschperspektive zu sehen. Ein Mann in der Mitte hält eine rauchende blaue Signalfackel.
    Demonstranten in Clermont Ferrand. (dpa / Hans Lucas / Romain Costaseca)
    Landesweit blieben heute rund 400 Oberschulen geschlossen. Auch an Universitäten wird inzwischen demonstriert. Als Gründe werden marode Infrastrukturen und Personalmangel angeführt.
    Die französische Regierung hat wegen der gewaltsamen Schülerproteste die Akteure im Bildungswesen zu Gesprächen eingeladen. An dem Treffen sollen nach den Worten von Bildungsminister Geffray Schülervertreter, Elternverbände und Gewerkschafter teilnehmen.
    Geffray appellierte an die Eltern, ihre Kinder von gewaltsamen Aktionen und Blockaden abzuhalten. Der französische Justizminister Darmanin drohte, Eltern könnten für die durch ihre Kinder entstandenen Schäden finanziell herangezogen werden.

    Regierung macht Mélenchon-Partei verantwortlich

    Die französische Regierung bezichtigte die linkspopulistische Partei "La France Insoumise" mit ihrem Chef Mélenchon, zu den Protesten angestiftet zu haben. Darauf würden Geheimdiensterkenntnisse schließen lassen. Die Partei wies den Vorwurf zurück.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.