2.000 Festnahmen
Erneute Ausschreitungen in Paris - Frankreichs Präsident Macron hält Fernsehansprache

Einen Tag nach den gewalttätigen Ausschreitungen in zahlreichen französischen Städten ist es in Paris erneut zu Zusammenstößen gekommen.

    Das historische Rathaus der französischen Stadt Limoges brennt.
    Gewalteskalation bei Protesten in Frankreich. Feuer im historischen Rathaus von Limoges. (AFP / MELAINE PAYZAL)
    Wie die Polizei mitteilte, gab es am Abend auf dem Platz der Republik gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen mehreren hundert Demonstranten und den Ordnungskräften.
    Am Rande von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und bessere Bildungsbedingungen hatten Randalierer bereits gestern Autos und Gebäude in Brand gesetzt. In Marseille waren nach Angaben der Behörden mehr als 30.000 Menschen an Plünderungen beteiligt. In Limoges ging das mehr als 140 Jahre alte Rathaus in Flammen auf.
    Premierminister Lecornu sprach von einem entsetzlichen Ausmaß an Gewalt. Laut dem Innenministerium gab es etwa 2.000 Festnahmen. Mehr als 600 Polizisten und Feuerwehrleute wurden verletzt.
    Am Abend will sich Frankreichs Präsident Macron an die Bevölkerung wenden. Nach Angaben des Elysée-Palastes ist für 20 Uhr eine Fernsehansprache geplant.
    Diese Nachricht wurde am 18.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.