
Im ganzen Land hätten 450.000 Menschen demonstriert, davon 100.000 in Paris. Das Innenministerium zählte 256.000 landesweit und 56.000 in der Hauptstadt. In mehreren Städten gab es wieder Zusammenstöße mit der Polizei, bei denen Böller flogen und Tränengas eingesetzt wurde. Junge Menschen errichteten Barrikaden und setzten sie in Brand. Die Sicherheitskräfte sehen sich zunehmend dem Vorwurf von Polizeigewalt ausgesetzt. An mehreren Orten wurden die Schülerproteste von Eltern unterstützt. Sie bildeten Menschenketten oder legten sich zwischen den Sicherheitskräften und den Jugendlichen auf den Boden. Die Proteste richten sich gegen den maroden Zustand vieler Schulen und zu wenig Lehrpersonal.
Derweil berief Präsident Macron laut französischen Medienberichten eine Krisensitzung über die Lage ein. Daran teilnehmen sollten Premierminister Lecornu, Innenminister Nuñez sowie Bildungsminister Geffray, berichteten zunächst der Sender BFMTV sowie die Zeitungen "Le Monde" und "Le Parisien" unter Verweis auf Informationen aus dem Élysée-Palast. Macron hatte sich bislang nicht in den Umgang mit den Schülerprotesten eingeschaltet.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
