
Für viele Höfe sei das Erntejahr eines gewesen, das an die Substanz gegangen sei, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Limbacher: Wochenlang kein Regen, Getreide habe nicht richtig wachsen können, Weiden seien im Hochsommer braun gewesen. Hinter solchen Ernteergebnissen stünden Familien, die oft seit Generationen wirtschafteten und sich jetzt fragten, wie es weitergehe. Der Tag sei daher nicht nur Anlass zu Dank, sondern auch ein Bekenntnis zu einer starken Landwirtschaft. Bayerns Agrarministerin Kaniber (CSU) erklärte ebenfalls, ein voller Tisch wirke oft selbstverständlich. Doch hinter jedem Laib Brot, jedem Glas Milch und jedem Apfel stünden Natur, Wetter und vor allem Menschen.
Mit dem Erntedankfest, das in der Regel am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wird, erinnern Christen an den Zusammenhang von Mensch und Natur. Traditionell werden in den Kirchengemeinden die Altäre mit Feldfrüchten festlich geschmückt. Für die Ernte zu danken, habe zu allen Zeiten zu den religiösen Grundbedürfnissen gehört, erklärte die Evangelische Kirche in Deutschland. Zudem solle der Tag an die katastrophale Ernährungssituation in den ärmsten Ländern der Erde erinnern.
Diese Nachricht wurde am 04.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
