Baden-Württemberg
Erster Fall von Sindbis-Fieber in Deutschland - kein schwerer Verlauf

Bei einem 60-Jährigen aus Baden-Württemberg ist eine Infektion mit dem Sindbis-Fieber bestätigt worden. Es ist das erste Mal, dass die Erkrankung in Deutschland aufgetreten ist - sie verläuft aber für gewöhnlich harmlos.

    Großaufnahme einer Stechmücke, die in Haut sticht
    Eine Stechmücke saugt sich voll. (picture alliance / imageBROKER / H. Gehlken)
    Der Mann soll Mitte Juli erkrankt sein, inzwischen ist er laut dem zuständigen Gesundheitsministerium wieder symptomfrei. Das Robert Koch-Institut stuft die heimische Culex-Mücke als Hauptüberträger der Krankheitserreger ein, die normalerweise vor allem bei Vögeln kursieren. Von Mensch zu Mensch wird das Virus nicht übertragen. Die meisten Infektionen verlaufen ohne oder mit nur leichten Beschwerden und bleiben deshalb unbemerkt. Typische Symptome sind Fieber, ein juckender Hautausschlag und Gelenkschmerzen.
    Das Sindbis-Virus, das die Krankheit auslöst, kommt in Teilen Eurasiens und Afrikas vor, am häufigsten in Finnland, Schweden und Südafrika. In Deutschland wurde das Virus 2009 zum ersten Mal in einer Stechmücke nachgewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.