Statistisches Bundesamt
Erzeugerpreise in Deutschland mit stärkstem Anstieg seit drei Jahren

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Juli so stark gestiegen wie seit über drei ‌Jahren nicht mehr. ⁠

    Stahlstreifen in einem Lager.
    Unter anderem Metalle und Erze sind im Preis stark gestiegen. (imago/wolterfoto)
    Die Hersteller verlangten im Schnitt drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im April 2023 gegeben. Im Juni waren die Erzeugerpreise nur um 1,8 Prozent gestiegen. Der Erzeugerpreis ist jener, der für ein Produkt verlangt wird, bevor es in den Handel gelangt.
    Besonders stark war der Anstieg bei den sogenannten Vorleistungsgütern. Das sind Produkte wie etwa Metalle, die Unternehmen im Produktionsprozess verbrauchen. Sie verteuerten sich um ​durchschnittlich 5,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Energie verteuerte ​sich ebenfalls überdurchschnittlich um 3,8 Prozent. Nahrungsmittel wurden dagegen um 4,6 Prozent billiger als im Vorjahresmonat.
    Experten führen den Preisanstieg vor allem auf die Folgen der Trockenheit sowie des Kriegs zwischen den USA und dem Iran zurück.
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.