Ukraine-Krieg
EU-Außenbeauftragte Kallas sieht kein Anzeichen für russische Bereitschaft zu "Energie-Waffenruhe"

Die EU-Außenbeauftragte Kallas hat die von US-Präsident Trump verkündete Waffenruhe im Ukraine-Krieg für Angriffe auf Energieanlagen grundsätzlich begrüßt.

    Die EU-Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, äußert sich vor der Presse.
    Die EU-Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas (picture alliance/Anadolu/Dursun Aydemir)
    Kallas schränkte jedoch ein, bisher habe man noch nicht gesehen, dass sich auch Russland daran halten werde. Die Führung in Kiew hatte das russische Militär beschuldigt, seine Attacken fortgesetzt und dabei ein Heizkraftwerk getroffen zu haben.
    Trump hatte behauptet, die Ukraine und Russland hätten zugestimmt, ihre gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einzustellen. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigte sich davon zunächst überrascht, erklärte sich dann aber zur Einhaltung einer begrenzten Feuerpause bereit.
    Der Ukraine-Krieg ist heute auch Thema bei Gesprächen der EU-Außenminister in Luxemburg. Bei dem Treffen sollen weitere Sanktionen gegen Russlands Militär und Rüstungsindustrie beschlossen werden. Bundesaußenminister Wadephul sprach von einem beispiellosen Schlag gegen die Kriegswirtschaft von Präsident Putin.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.