Brüssel
EU-Außenbeauftragte Kallas warnt vor russischen Sabotageakten

Die EU-Außenbeauftragte Kallas hat vor weiteren hybriden Angriffen durch Russland gewarnt.

    Die EU-Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, äußert sich vor der Presse im Vorfeld des ersten offiziellen Treffens der Verteidigungsminister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel.
    Die EU-Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, (picture alliance/Anadolu/Dursun Aydemir)
    Geheimdienstinformationen zeigten, dass Russland weitere Sabotageakte plane, sagte sie vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Ziel Moskaus sei es, die Gesellschaft zu spalten und durch Einschüchterung von der Unterstützung der Ukraine abzubringen. Kallas kündigte an, deshalb mit den Ministern auch über das Notfall-Sicherheitsprotokoll zu beraten, das Kommissionspräsidentin von der Leyen bei ihrer Rede zur Lage der Union vorgeschlagen hatte. Bei ihrem Treffen in Brüssel wollen die Minister zudem darüber sprechen, wie die Flugabwehr der Ukraine gestärkt werden kann.
    Mit "hybriden" Aktivitäten sind getarnte aggressive Handlungen gemeint. Dazu zählen Cyberangriffe, Drohnenattacken, Sabotageakte oder der gezielte Einsatz von Migration.
    Diese Nachricht wurde am 28.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.