
Von der Leyen sagte in Montreal, zwar könne Kanada aufgrund seiner geografischen Lage kein Vollmitglied der EU werden. Man wolle die Beziehungen aber auf die höchstmögliche Ebene heben. Die Kommissionspräsidentin verwies erneut auf ihr Konzept, wonach Kanada ein erstes "assoziiertes Mitglied" der Europäischen Union werden könne. Zuvor hatten allerdings Deutschland und mehrere andere EU-Länder erreicht, dass ein entsprechender Passus aus dem Entwurf für die geplante Abschlusserklärung gestrichen wurde. Stattdessen ist nun von einer "Allianz für die Zukunft" die Rede. Die Bezeichnung wurde maßgeblich vom kanadischen Premierminister Carney geprägt.
Carney will Kooperation verstärken
EU-Ratspräsident Costa sagte bei dem Treffen, die Partnerschaft zwischen der EU und Kanada werde die engste, tiefste und einzigartigste sein, die es gebe. Der kanadische Premierminister Carney betonte, man müsse die Zusammenarbeit verstärken, um eine "strategische Autonomie" sicherzustellen. Konkret gehe es um die Bereiche Verteidigung, Raumfahrt, Seltene Erden und Künstliche Intelligenz. Entsprechende Abkommen sollen morgen geschlossen werden.
Bessere Abstimmung in wichtigen Bereichen geplant
Die EU und Kanada wollen ihre Politik bei Energie, Klimaschutz, Technologie und Sicherheit stärker aufeinander abstimmen. Zudem ist geplant, Kanada umfassender an EU-Programmen für Forschung, Bildung und Verteidigung zu beteiligen. Hintergrund sind die Spannungen mit den USA unter Präsident Trump.
Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
