Brüssel
EU-Kommission fordert von Russland schnelle und transparente Informationen zu Lungenpestfall

Nach Berichten über den Tod einer Laborantin in Sibirien an den Folgen von Lungenpest hat die Europäische Union Russland dazu aufgefordert, schnelle und transparente Informationen bereitzustellen.

    Die Abbildung des für die Beulen- und Lungenpest verantwortlichen Bakteriums Yersinia pestis
    Das für die Lungenpest verantwortliche Bakterium (Archivbild) (Peter Endig / dpa-Zentralbild / dpa)
    Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, man erwarte von Russland verlässliche epidemiologische und mikrobiologische Daten und man verfolge die Lage sehr genau.
    Zuvor hatte bereits der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros, einen vollständigen Informationsaustausch gefordert, um eine genaue Einschätzung potenzieller Risiken für die öffentliche Gesundheit zu ermöglichen. Auch die US-Regierung verlangte Aufklärung von Moskau. Präsident Trump kündigte an, sehr bald mit Russlands Präsident Putin über den Fall zu sprechen.
    Russische Medien hatten vergangene Woche berichtet, eine 28-Jährige Labormitarbeiterin sei in Irkutsk an Lungenpest gestorben. Sie habe sich möglicherweise an einem zerbrochenen Reagenzglas infiziert. Die russischen Behörden wiesen die Darstellung zurück.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.